7,25% Aktienanleihe Classic 2018/12 auf LANXESS: Erhöhte Nachfrage aus der Industrie - Anleiheanalyse


04.12.17 11:15
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von LANXESS eine 7,25% Aktienanleihe Classic 2018/12 (ISIN DE000DD3CYB9 / WKN DD3CYB) mit dem Basiswert LANXESS vor.

Das dritte Quartal 2017 sei für die Unternehmen der chemischen Industrie gut verlaufen. Insbesondere bei den Herstellern von Fein- und Spezialchemikalien hätten alle Zeichen auf Wachstum gestanden. Sie hätten von der weiter anziehenden globalen und deutschen Industriekonjunktur profitiert, was zu einer dynamischen Entwicklung der Nachfrage im In- und Ausland geführt habe. Die Produktion von Juli bis September sei dadurch sowohl im Vorquartals- als auch im Vorjahresvergleich deutlich höher ausgefallen.

Ein Unternehmen aus dieser Sparte sei LANXESS. Der Spezialchemie-Konzern sei international präsent und widme sich in seinem Kerngeschäft der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von chemischen Zwischenprodukten, Additiven (Hilfs- oder Zusatzstoffe, die für die Herstellung von Produkten mit bestimmten Eigenschaften benötigt würden), Spezialchemikalien und Kunststoffen. Darüber hinaus sei LANXESS mit ARLANXEO, einem Joint-Venture mit Saudi Aramco, der führende Anbieter für synthetischen Kautschuk.

Im dritten Quartal 2017 habe LANXESS von höheren Absatzmengen profitiert, zudem habe sich die Akquisition von Chemtura positiv ausgewirkt. In allen Unternehmenssegmenten hätten die Umsätze über den Vorjahreswerten gelegen. Ein ähnliches Bild zeige sich beim EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) vor Sondereinflüssen, das nur im Segment ARLANXEO aufgrund stark schwankender Rohstoffpreise sowie eines schwachen US-Dollar unter dem Vorjahreswert gelegen habe. Dementsprechend sei der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum kräftig um 25,1% auf 2,4 Mrd. Euro gestiegen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen habe sich um 35,0% Prozent auf 347 Mio. Euro erhöht.

Der Vorstand habe mit Blick auf die Ergebnisse des dritten Quartals festgestellt, dass sich der strategische Fokus auf die margenstarke Spezialchemie zunehmend auszahle. Zudem sei man in der neuen Aufstellung operativ sehr gut unterwegs. Die Prognose für das Gesamtjahr 2017 sei mit Vorlage der Quartalszahlen präzisiert worden: Das EBITDA vor Sondereinflüssen werde nun in einer Spanne zwischen 1,25 und 1,3 Mrd. Euro erwartet.

Durch die geplante Übernahme des Geschäfts mit phosphorbasierten Spezialchemikalien des belgischen Chemiekonzerns Solvay an einem Produktionsstandort in den USA wolle der Vorstand das Geschäft mit Additiven und zugleich die Stellung von LANXESS im Wachstumsmarkt Nordamerika ausbauen. An dem Standort würden u.a. Flammschutz-Additive oder Zwischenprodukte für Agrochemikalien hergestellt. Die Zustimmung der Kartellbehörden vorausgesetzt, solle die Transaktion im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen werden. Mit der Errichtung eines neuen Werks in Changzhou stärke LANXESS zudem seine Präsenz im Wachstumsmarkt China. In dem Werk sollten ab dem zweiten Quartal 2019 Hochleistungs-Kunststoffe produziert werden, die in der Automobilindustrie (Verringerung von Gewicht, Kraftstoffverbrauch und Emissionen) sowie der Elektro- und Elektronikindustrie zum Einsatz kämen.

Das DZ BANK-Derivate-Team beurteilt die laufende Restrukturierung - das Joint-Venture ARLANXEO wird ab dem zweiten Quartal 2018 als nichtfortgeführtes Geschäft ausgewiesen, Wertsteigerung durch Chemtura-Übernahme, geplanter Zukauf der Phosphor-Additive von Solvay - positiv, da das Geschäft von LANXESS dadurch weniger zyklisch wird. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das DZ BANK-Derivate-Team, dass das Unternehmen das obere Ende der Spanne der Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen erreicht. Als mögliche Belastungsfaktoren sehe man negative Währungseinflüsse sowie eine Abschwächung der weltweiten Konjunktur.

Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der LANXESS AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 02.01.2019 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 60,606 Euro und einer Zinszahlung von 7,25% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 02.01.2019, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der LANXESS AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der LANXESS AG. Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gebe es zwei Möglichkeiten: Notiere die Aktie am 21.12.2018 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis von 60,606 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. Notiere die Aktie am 21.12.2018 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis von 60,606 Euro, erhalte der Anleger Aktien der LANXESS AG in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Zahl. Das Bezugsverhältnis betrage 16,500016. Dementsprechend erhalte der Anleger 16 Aktien. Zusätzlich erhalte er für den Gegenwert von 0,500016 Aktien eine Ausgleichszahlung. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich der Ausgleichszahlung werde in diesem Fall unter dem Nennbetrag (1.000,00 Euro) liegen. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien sei ausgeschlossen.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass der Schlusskurs der Aktie der LANXESS AG am 21.12.2018 auf oder über 60,606 Euro notieren werde. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 1,39 Euro belaufen. (Stand vom 27.11.2017) (04.12.2017/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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