5,9% Aktienanleihe Classic 2017/12 auf Vonovia: Höhere Erträge erwartet - Anleiheanalyse


05.06.17 08:57
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Vonovia-Aktie eine 5,9% Aktienanleihe Classic 2017/12 (ISIN DE000DGX7QW5 / WKN DGX7QW) mit dem Basiswert Vonovia vor.

Einen hervorragenden Start in das Geschäftsjahr 2017 attestierte Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender von Vonovia, dem Wohnungsunternehmen, so die Analysten der DZ BANK in einer aktuellen Veröffentlichung.

Von Januar bis März sei das FFO 1 (Funds from Operations) auf 218,2 Mio. Euro gestiegen und habe damit um 17,1% über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums gelegen (Q1/2016: 186,3 Mio. Euro). Das FFO 1 stelle als operatives Ergebnis nach laufenden Zinsen und Steuern die wesentliche Kennzahl für die Beurteilung der nachhaltigen Ertragskraft von Unternehmen der Immobilienbranche dar. Das Periodenergebnis habe gegenüber dem Vorjahr um 65,0% auf 130,7 Mio. Euro zugelegt (Q1/2016: 79,2 Mio. Euro), der nach EPRA-Empfehlungen ermittelte Netto-Vermögenswert (EPRA NAV), der das Immobilienvermögen ohne Schulden abbilde, habe sich um 24,9% erhöht und am 31. März 2017 bei 17.548,6 Mio. Euro bzw. 37,43 Euro je Aktie gelegen (31. März 2016: 14.048,2 Mio. Euro bzw. 30,15 Euro je Aktie). Der Quartalsabschluss enthalte erstmals die Ergebnisbeiträge der im vergangenen Jahr übernommenen österreichischen conwert Immobilien Invest SE.

Vonovia habe weiterhin von den günstigen Rahmenbedingungen in Form einer hohen Wohnraumnachfrage profitiert. Die Leerstandsquote habe zum 31. März 2017 mit 2,7% erneut leicht unter dem Vergleichswert des Vorjahres gelegen. Die Mieteinnahmen seien im ersten Quartal 2017 um 6,4% auf 417,2 Mio. Euro gestiegen (Q1/2016: 392,0 Mio. Euro). Zunehmend an Bedeutung würden die wohnungsnahen Dienstleistungen gewinnen (u.a. Handwerkerdienstleistungen wie der Einbau neuer Bäder oder Küchen, TV-Kabelanschluss, Heizkostenerfassung und -verrechnung), die mit einem bereinigte EBITDA von 19,8 Mio. Euro einen mehr als doppelt so hohen Ergebnisbeitrag wie im Vorjahreszeitraum geliefert hätten (Q1/2016: 7,6 Mio. Euro).

Nach dem starken Auftaktquartal habe der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr 2017 angehoben und erwarte nun beim FFO 1 inkl. der Beiträge von conwert einen Anstieg auf rund 900 Mio. Euro bis 920 Mio. Euro (zuvor 830 Mio. Euro bis 850 Mio. Euro ohne conwert; 2016: 760,8 Mio. Euro). Steigen würden auch die Investitionen in Neubau und die Aufstockungsmaßnahmen sowie die Modernisierungsaktivitäten, von 730 Mio. Euro in diesem Jahr auf 1 Mrd. Euro jährlich in den kommenden Jahren.

Vonovia besitze derzeit rund 356.000 Wohnungen in attraktiven Städten und Regionen Deutschlands mit sehr guten Entwicklungsperspektiven. Der Bestand sei nahezu vollständig vermietet. Zusätzlich zu den derzeit positiven Rahmenbedingungen des Wohnimmobiliensektors sollten die Investitionen in Instandhaltung, Modernisierung und Neubau nach Einschätzung der Analysten zu weiteren Wohnwertverbesserungen und steigenden Mieteinnahmen führen. Ebenso werten die Analysten der DZ BANK es positiv, dass der Vorstand nicht auf externes Wachstum um jeden Preis setzt, sondern sich mangels attraktiver Übernahmeziele auf den Neubau von Wohnungen fokussiert. Der Bereich der wohnungsnahen Dienstleistungen, der bereits im Auftaktquartal eine starke operative Entwicklung gezeigt habe, biete aus Sicht der Analysten weiteres Wachstumspotenzial.

Mögliche Risiken mit einer hohen potenziellen Nettoauswirkung würden Änderungen der Rahmenbedingungen (z.B. Verschärfung der Vorschriften zum Miet-, Bau- oder Steuerrecht), Risiken in Bezug auf die Werthaltigkeit des bilanziellen Goodwills, der aus früheren Akquisitionen entstanden sei, sowie falschen Annahmen bei der Verkehrswertermittlung der Wohnungsbestände bilden.

Die Aktie der Vonovia SE stecke aus Sicht der Analysten noch immer in einer übergeordneten Seitwärtsbewegung. Einem Anstieg der Kursnotierung von 17,10 Euro auf 35,28 Euro nach dem Börsengang (Juli 2013) sei im März 2013 eine Korrektur gefolgt, die die Aktie auf 23,81 Euro zurückgeführt habe. Anschließend habe sich die Kursnotierung wieder erholt. Im August 2016 habe die Aktie ein neues Hoch bei 37,00 Euro markiert, habe dieses Niveau aber nicht behaupten können. Es sei eine erneute Korrektur gefolgt, die mit einem Tief bei 28,66 Euro aber nicht die vorangegangenen Tiefpunkte bei 23,81/24,92 Euro erreicht habe. Seit Anfang Dezember 2016 sehe man bei der Aktie wieder steigende Notierungen. Das nächste Etappenziel sähen die Analysten bei 37,00 Euro. Ein nachhaltiger Anstieg über 37,00 Euro würde aus ihrer Sicht mittelfristig Potenzial bis 42,00 Euro eröffnen. Unterstützungen würden bei 33,25 und 31,92/31,75 Euro verlaufen.

Sollte die Aktie unter 31,75 Euro zurückfallen, müsste nach Erachten des Analysten der DZ BANK mit einer Fortsetzung der übergeordneten Seitwärtsbewegung und einem Test der Tiefs bei 29,73 bzw. 28,66 Euro gerechnet werden.

Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stünden verschiedene Aktienanleihen mit dem Basiswert Vonovia SE zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 22.12.2017 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 35,714 Euro und einer Zinszahlung von 5,90% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 22.12.2017, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Vonovia SE. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Vonovia SE. Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gebe es zwei Möglichkeiten: Notiere die Aktie am 15.12.2017 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis von 35,714 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

Notiere die Aktie am 15.12.2017 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis von 35,714 Euro, erhalte der Anleger Aktien der Vonovia SE in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Zahl. Das Bezugsverhältnis betrage 28,00. Dementsprechend erhalte der Anleger 28 Aktien. Der Gegenwert der Aktien werde in diesem Fall unter dem Nennbetrag von 1.000,00 Euro liegen.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass der Schlusskurs der Aktie der Vonovia SE am 15.12.2017 auf oder über 35,714 Euro notieren werde. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 2,59 Euro belaufen. (Ausgabe vom 02.06.2017) (05.06.2017/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
100,25 € 100,27 € -0,02 € -0,02% 24.11./19:58
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000DGX7QW5 DGX7QW 101,08 € 96,12 €
Werte im Artikel
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