5,5% Aktienanleihe Classic 2018/06 auf BASF: Positive Rahmenbedingungen für chemische Industrie - Anleiheanalyse


13.11.17 08:45
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von BASF eine 5,5% Aktienanleihe Classic 2018/06 (ISIN DE000DGX9QZ4 / WKN DGX9QZ) mit dem Basiswert BASF vor.

Dank einer Belebung der Weltwirtschaft hat die chemische Industrie hierzulande im dritten Quartal 2017 eine hohe Nachfrage aus dem In- und Ausland verzeichnet, so auch der weltgrößte Chemiekonzern BASF, so das DZ BANK-Derivate-Team.

Das Unternehmen habe jüngst die Zahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt und dabei die Ende Juli 2017 angehobenen Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) habe von Juli bis September vor allem in Europa, aber auch in Asien und den USA eine erhöhte Nachfrage nach Chemieprodukten aus Deutschland verzeichnet. Eine starke Industriekonjunktur habe zudem auch im Inland für gute Geschäfte gesorgt. Und so habe die Chemieproduktion in Deutschland im dritten Quartal kräftig zugelegt (+1,3% ggü. Vorquartal, +2,9% ggü. Vorjahresquartal). Die Kapazitätsauslastung sei mit 85,6% zum dritten Mal in Folge auf einem überdurchschnittlichen Niveau geblieben.

Mit Blick auf die konjunkturelle Lage rechne VCI-Präsident Kurt Bock, zugleich Vorstandsvorsitzender der BASF SE, damit, dass 2017 ein gutes Jahr für die chemische Industrie in Deutschland werden könne. Unter anderem dürfte die wirtschaftliche Erholung in Europa angesichts der lockeren Geldpolitik der EZB anhalten. Zusätzlich seien weitere Impulse vom privaten Konsum und dem Exportgeschäft zu erwarten. Dementsprechend rechne die Branche mehrheitlich damit, dass sich die gute Geschäftslage in den kommenden Monaten fortsetze.

Das DZ BANK-Derivate-Team sieht in dem guten Marktumfeld zugleich positive Aussichten für den weltgrößten Chemiekonzern BASF. Im dritten Quartal 2017 habe das Unternehmen vor allem im Segment Chemicals von einer starken Nachfrage nach Basischemikalien, höheren Verkaufspreisen sowie besseren Margen profitiert. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sei der Konzernumsatz um 9% auf rund 15,3 Milliarden Euro gestiegen, das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT vor Sondereinflüssen) habe sich um 16% auf rund 1,8 Milliarden Euro erhöht. Für das zweite Halbjahr 2017 rechne der Vorstand nun mit einem EBIT vor Sondereinflüssen deutlich über dem Niveau des zweiten Halbjahres 2016. Die Prognosen für das Gesamtjahr 2017 seien bestätigt worden. Danach solle der Umsatz um mindestens 6%, das EBIT vor Sondereinflüssen um mindestens 11% über den jeweiligen Vorjahreswerten liegen.

Mit dem breiten Produktportfolio und der globalen Aufstellung sollte BASF nach Erachten des DZ BANK-Derivate-Teams weiterhin vom günstigen Marktumfeld profitieren, zumal der Konzern Kunden aus nahezu allen Branchen beliefert. Akquisitionen wie die des globalen Polyamidgeschäfts von Solvay oder der angestrebte Erwerb des Saatgut- und Herbizidgeschäfts von Bayer stärken die Positionierung aus Sicht des DZ BANK-Derivate-Teams weiter. Mögliche Risikofaktoren für die Geschäftsentwicklung von BASF sieht das DZ BANK-Derivate-Team in einer Abschwächung der weltweiten Konjunktur, negativen Währungseinflüssen sowie einem stark fallenden Ölpreis.

Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der BASF SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 22.06.2018 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 88,889 Euro und einer Zinszahlung von 5,50% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 22.06.2018, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der BASF SE. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der BASF SE. Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gebe es zwei Möglichkeiten: Notiere die Aktie am 15.06.2018 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis von 88,889 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. Notiere die Aktie am 15.06.2018 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis von 88,889 Euro, erhalte der Anleger Aktien der BASF SE in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Zahl. Das Bezugsverhältnis betrage 11,25. Dementsprechend erhalte der Anleger elf Aktien. Zusätzlich erhalte er für den Gegenwert von 0,25 Aktien eine Ausgleichszahlung. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich der Ausgleichszahlung werde in diesem Fall unter dem Nennbetrag (1.000,00 Euro) liegen. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien sei ausgeschlossen.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass der Schlusskurs der Aktie der BASF SE am 15.06.2018 auf oder über 88,889 Euro notieren werde. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 26,37 Euro belaufen. (Stand vom 10.11.2017) (13.11.2017/alc/a/a)
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