4,250% EVN-Anleihe 2022 kaufen!


06.06.18 12:50
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI) raten die in 2022 fällige 4,250% Anleihe (ISIN XS0690623771 / WKN A1GV8R) der EVN AG (EVN) (ISIN AT0000741053 / WKN 878279) auf Total Return Basis und Sicht von sechs Monaten zu kaufen.

Die EVN sei ein internationales Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen mit Sitz in Niederösterreich. Am Heimmarkt biete die EVN auf Basis der eigenen Infrastruktur Strom, Gas, Wärme, Trinkwasserver- sowie Abwasserentsorgung und thermische Abfallverwertung an. Darüber hinaus werde hier ein eigenes Netz für Kabel-TV und Telekommunikation betrieben. Im Ausland sei man in Deutschland (Strom-/Gasverkauf), Bulgarien (Stromverkauf, Wärmeproduktion/-verkauf), Mazedonien (Stromproduktion/-verkauf) sowie in Kroatien (Gasverkauf) aktiv. Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld stelle die in 2003 übernommene und in Deutschland ansässige Umweltdienstleistungsgruppe (WTE Wassertechnik GmbH) dar.

Strategische Beteiligungen unterhalte die EVN u.a. an der Verbund AG (12,63%), der Burgenland Holding AG (73,63%, halte 49% der Energie Burgenland AG) und an der RAG-Beteiligungs-AG (50,03%, halte 100% der Rohöl-Aufsuchungs AG). Im Geschäftsjahr 2016/17 habe das Unternehmen mit 6.840 Mitarbeitern bei rund 4,5 Mio. Kunden EUR 2,2 Mrd. umgesetzt.

Das Geschäftsrisikoprofil der EVN AG (EVN) profitiere vom äußerst stabilen Segment Netzinfrastruktur Inland. Ausgehend von den weitestgehend positiven Einmaleffekten im abgelaufenen Geschäftsjahr (GJ) erwarte das EVN-Management eine Normalisierung der Ergebnisse für 2017/18 auf ein normalisiertes Konzernergebnis im Schnitt der GJ 2015/16 und 2016/17. Für das laufende GJ als auch darüber hinaus beabsichtige EVN jährlich rund EUR 400 Mio. an Investitionen, wovon EUR 300 Mio. in den niederösterreichischen Markt fließen sollten.

Die endgültige Auftragsvergabe für das Abwasseraufbereitungsprojekt in Kuwait - ein Bieterkonsortium rund um die deutsche EVN-Tochter WTE Wassertechnik und einen kuwaitischen Finanzinvestor sei im März 2017 als Bestbieter hervorgegangen - werde von der EVN im laufenden Kalenderjahr erwartet. Darüber hinaus habe die WTE Wassertechnik im Januar 2018 den Zuschlag für einen Generalunternehmerauftrag für die Erweiterung der Kläranlage Tubli (Bahrain) erhalten. Zwar stehe die Vertragsunterfertigung des mit rund EUR 170 Mio. großen Projektes noch aus, solle jedoch laut EVN in den nächsten Monaten erfolgen.

Unter anderem aufgrund der am Umsatz gemessenen zu europäischen Versorgern geringen Unternehmensgröße sowie der relativ hohen Abhängigkeit vom niederösterreichischen Heimatmarkt bei einer gleichzeitig volatileren Entwicklung der Segmente Südosteuropa und Umwelt ist unserer Meinung nach das Ratingpotenzial mit den im letzten Jahr beobachteten Upgrades (auf A2 bzw. A-) für die nächsten zwölf Monate limitiert, so die Analysten der RBI.

Seitens der Regulierungsbehörde (E-Control) sei für die dritte Regulierungsperiode (01.01.2018 bis 31.12.2022) für Gasverteilernetze der gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) für bereits bestehende Anlagen mit 4,88% (zuvor 6,42%) festgelegt worden. Eine Festlegung des WACC für die 4. Regulierungsperiode bei Stromverteilernetzbetreiber (beginnend ab 01.01.2019) stehe noch aus. Dieser sei bis dahin mit 6,42% gleich hoch gewesen wie zuletzt auch bei Gas.

Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI) empfehlen die 2022er 4,250% EVN-Anleihe auf Total Return Basis und Sicht von sechs Monaten zum Kauf. (Ausgabe vom 17.05.2018) (06.06.2018/alc/a/a)
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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XS0690623771 A1GV8R 116,95 € 113,10 €
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