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10-jährige Rendite USA: Da gehalten, wo es halten musste


12.06.17 10:45
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Seit dem zyklischen Hoch vom März bei 2,63% befindet sich die 10-jährige Rendite in den USA wieder auf dem Rückzug, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Dabei sei gar ein Doppeltopp ausgeprägt worden. In diesem Kontext müssten Anleger nun die extrem wichtige Kumulationszone bei 2,19/2,14% im Auge behalten. Auf diesem Niveau bilde die 200-Tages-Linie (akt. bei 2,19%) zusammen mit dem Apriltief bei 2,17% und ehemaligen Aufwärtskurslücke vom November 2016 eine absolute Schlüsselunterstützung. Abgerundet werde das hier entstehende Haltecluster durch das 38,2%-Fibonacci-Retracement des gesamten Zinsanstiegs von Juli bis Dezember 2016 (2,14%). Aufgrund der Bedeutung der angeführten Unterstützungen müsse diese Bastion aus Sicht der Rendite-Bullen unbedingt verteidigt werden.

Für einen Hoffnungsschimmer würden dabei die CoT-Daten sorgen. Schließlich hätten die Netto-Shortpositionen im US-T-Note-Future im Mai ein Ausmaß erreicht wie seit Dezember 2007 nicht mehr. Eine solche Positionierung spreche eher für einen fallenden Zinsfuture bzw. im Umkehrschluss für steigende Renditen. Aus charttechnischer Sicht würde eine Rückeroberung der horizontalen Hürden bei rund 2,30% - gleichbedeutend mit einer Negierung des o. g. Doppeltopps - diesem Szenario Nachdruck verleihen. (12.06.2017/alc/a/a)