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10-jährige Rendite Deutschland (Quartalschart): Der ultimative Deckel - Chartanalyse


10.01.22 09:15
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Zu Jahresbeginn ist auf der Zinsseite bereits einiges los, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Nach dem Vorbild der USA dränge sich inzwischen auch bei der 10-jährigen Rendite Deutschland die Frage einer strategischen Bodenbildung auf. Zunächst sei es im 3. Quartal 2021 zu einem lehrbuchmäßigen Rücksetzer an den ehemaligen Baissetrend seit 2008 gekommen. Der zuvor stattgefundene Trendbruch sei also bestätigt worden. Gleichzeitig verfüge die damalige Quartalskerze über eine markante Lunte. Für eine langfristige Bodenbildung von ungleich größerer Bedeutung sei aber ein nachhaltiger Spurt über den ultimativen Deckel bei -0,20% bzw. -0,10%. Seit 2019 habe die Rendite in diesem Dunstkreis in schöner Regelmäßigkeit wichtige Hochpunkte ausgebildet. Entsprechend würde ein Sprung über die genannten Hürden die untere Umkehr vervollständigen und ein rechnerisches Kursziel von rund 0,60% aktivieren. Das beschriebene Schlüssellevel liefere also vermutlich den Startschuss für eine nachhaltige Rückkehr in den positiven Renditebereich. Die Lows von 2017/18 bei rund 0,20% würden ein wichtiges Zwischenziel auf dem Weg zum Ausschöpfen des o. g. Kurspotenzials markieren. (10.01.2022/alc/a/a)