10-jährige Rendite Deutschland (Monatschart): Diesen Signalgeber sollte man kennen! Chartanalyse


03.05.21 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Nach der Analyse des Euro-Bund-Future (ISIN: DE0009652644, WKN: 965264) am vergangenen Freitag wollen wir heute dessen Spiegelbild - nämlich die 10-jährige Rendite Deutschland - auf den Prüfstand stellen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Und das aus gutem Grund, denn im Monatschart stehe hier unser Signalgeber bei -0,20% bzw. -0,14% zur Disposition. Diese bereits im Jahresausblick angeführte Schlüsselzone speise sich aus den Renditetiefs von 2016 (-0,20% bzw. -0,16%), den letzten Erholungshochs sowie der 38-Monats-Linie (akt. bei -0,17%). Gelinge der Sprung über die skizzierten Hürden, müssten Investoren die Kursentwicklung seit Mitte 2019 als Bodenbildung interpretieren. Rein rechnerisch halte eine untere Umkehr ein hinreichendes Anschlusspotenzial bereit, um in den Bereich des Renditehochs vom Oktober 2018 bei 0,58% vorzustoßen. Zumindest definiere die angeführte Widerstandszone die charttechnische Schaltstelle für eine nachhaltige Rückkehr der 10-jährigen Rendite Deutschland in positives (Zins-)Terrain. In diesem Umfeld sorge der Bruch des Abwärtstrends seit Sommer 2008 (akt. bei -0,46%) für einen wichtigen Fingerzeig. Zum einen komme es nicht alle Tage vor, dass derart alte Trends gebrochen würden.

Zum anderen entstehe im Zusammenspiel mit der im Frühjahr 2015 etablierten, flacheren Trendlinie ein sog. Keilmuster. Aus dieser Chartformation sei die 10-jährige Rendite Deutschland bereits nach oben ausgebrochen, was den laufenden Gezeitenwandel dokumentiere. Damit liege möglicherweise ein verschachteltes Kursmuster vor, denn der angeführte Keil verspreche ein hinreichendes Anschlusspotenzial, um mit der langfristigen Bodenbildung den nächsten Befreiungsschlag folgen zu lassen. In diesem Zusammenhang möchten die Analysten nochmals an "das noch nie dagewesene Kursmuster" erinnern, auf welches sie bereits im Jahresausblick hingewiesen hätten: Die Kerze vom März 2020 stelle eine ganz besondere Monatskerze dar, denn binnen weniger Wochen im Frühjahr habe die Rendite sowohl das Jahreshoch (-0,14%) als auch das -tief (-0,91%) ausgebildet. In der Konsequenz entstehe ein bemerkenswerter Außenstab, der die Hoch-Tief-Spannen der vorangegangenen neun Monate umschließe. Gleichzeitig vollziehe sich die gesamte Kursaktivität seither innerhalb der damals gesetzten Grenzen, sodass inzwischen 13 Innenstäbe vorlägen. Damit liefere die obere Leitplanke vom März 2020 einen letzten Beweis für die Tragweite der Schlüsselzone bei -0,20% bzw. -0,14%. (03.05.2021/alc/a/a)