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10-jährige Rendite Deutschland: An der Marke von 0,50% gescheitert


13.06.17 11:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Ambitionen der 10-jährigen Rendite in Deutschland, durch einen Sprung über die Schiebezone der vergangenen Monate zwischen 0,15% und 0,50% ein kalkulatorisches Anschlusspotenzial von 0,35% freizusetzen, haben einen Dämpfer erhalten, berichten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So sei die Aufwärtskurslücke vom April geschlossen und die 38-Wochen-Linie (akt. bei 0,28%) zur Disposition gestellt worden. Damit dürfte die Seitwärtsbewegung andauern. Risiken würden vor allem bei einem Abrutschen unter die o. g. Glättungslinie und die untere Begrenzung der angeführten Schiebezone lauern. Dies würde wohl neue Impulse auf der Unterseite generieren und lege in der Folge klar niedrigere Renditen nahe. In diesem Szenario müssten Investoren einen erneuten Angriff auf die Nullmarke einkalkulieren, und auch negative Renditen wie zuletzt im Oktober 2016 seien dann nicht mehr ausgeschlossen.

So harmoniere das resultierende Abwärtspotenzial gut mit dem im Juli 2016 verzeichneten Allzeittief (-0,21%). Bei den technischen Indikatoren seien Stochastik und MACD unter ihre jeweiligen Triggerlinien gerutscht und würden somit zur Vorsicht mahnen. Um die verschlechterte Ausgangslage umzudrehen, müsste die 10-jährige Rendite die jüngsten Verlaufshochs bei 0,46%/0,50%//0,51% aus dem Weg räumen. (13.06.2017/alc/a/a)