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10J-Bundrendite verzeichnet nach EZB-Zinssitzung einen Rückgang


08.09.17 08:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Im Zuge der gestrigen EZB-Zinssitzung verzeichnete die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen einen Rückgang und notierte am späten Nachmittag zeitweise knapp unter der Marke von 0,30%, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Damit spiegele die Renditeentwicklung den dovishen Charakter der gestrigen Ausführungen des EZB-Präsidenten wider (im Gegensatz zum EUR, der fester notiert habe). Abgesehen von der Ankündigung, im Oktober die Parameter der Anleihekäufe nach Dezember 2017 zu beschließen, habe es keine Informationen darüber gegeben, welche Optionen zur Diskussion auf dem Tisch lägen.

In den USA stünden in einer insgesamt datenarmen Woche heute keine relevanten Veröffentlichungen auf dem Programm. Umso mehr richte sich das Augenmerk auf den heranziehenden Hurrikan Irma.

In der Eurozone würden mit Frankreich und Spanien weitere Länder Industrieproduktionszahlen für den Monat Juli veröffentlichen. In Spanien habe die Zentralregierung in Madrid gestern erwartungsgemäß rechtliche Schritte gegen das vom katalanischen Parlament am Mittwoch verabschiedete Gesetz zur Abhaltung eines Unabhängigkeitsreferendums eingeleitet.

Auf dem Primärmarkt habe Spanien gestern Anleihen mit Fälligkeit 2022 (Emissionsrendite: 0,213%), 2027 (1,54%), 2033 (2,17%) sowie 2027 (inflationsindexiert; 0,371%) emittiert. Frankreich sei mit 2027 (0,67%), 2036 (1,38%), 2041 (1,49%) und 2060 (1,84%) fällig werdenden Anleihen aktiv gewesen. (08.09.2017/alc/a/a)